It Doesn’t Hurt a Bit (Tracking for Dummies 2)
Relationships start this way. Blood and promises that turn out to be lies.
It was a small package. I tore it open the way you tear open a letter from someone who owes you money. Fora 6 Duo. The monitoring system for glucose and ketones. The promise printed right there on the box: It doesn’t hurt a bit.
Lot of stuff inside. Unclear what went where. So: quickstart guide.
Besides the hardware, seven pieces of paper, each one more confident than the last:
Lancing device and sterile lancet
Ketone test strip
Same thing in languages I don’t speak
Blood glucose test strip
Owner’s manual, enough pages to kill a small animal
Picture guide, fifteen pictures
A starter guide with pictures, text, and an impressive graphic showing a fingertip and three wrong ways to draw blood. Plus one right way, presumably for optimists.
I tried all three wrong ways.
Attempt one: Too shallow a prick, too little blood. Barely hurt. I gave it that much. Adjusted the depth. Maximum setting.
Attempt two: After the stab, plenty of blood—beautiful, really—but I smeared it. Talent like that you can’t teach. Second stab was unpleasant. The kind of unpleasant that makes you question your life choices.
Attempt three: Blood drop on test strip. Device delivers nothing. No reading. No explanation. No apology. I was done being polite about it.
Attempt four: The allegedly correct one. Full depth stab, wipe the first blood away, hold the second flow against the test strip in the device until you can see the blood reach where it’s supposed to go. Remove finger. The device beeps. It sounds desperate. No results.
So that was that.
Except quitting doesn’t count. The day still had a few hours left. And I still had a little blood.
Watched five videos. Everything looked so easy. I was beginning to suspect I was the problem. After the fifth video, I finally understood the correct procedure:
Full stab, wipe, insert test strip into device, hold finger against the strip for the second blo
od flow—and don’t pull away, even when you see the blood has already reached the device. Don’t pull away. Wait. Wait until the machine makes a satisfied little chirp and shows you a number. Ketosis: 2.6.
That’s good. Said so in a book I’d ordered for exactly this purpose.
My punctured finger had opinions about the claim that it doesn’t hurt. The claim was a lie, but once is nothing. Five times, though, each one deeper than the last—that’s getting into unfriendly territory. The worst part was the psychological trick, the waiting for pain. Like torture designed by someone who’d read about it in a manual.
And then I realized: five times wasn’t enough.
Ketones were done. The machine still wanted glucose.
Es tut gar nicht weh (Tracking für Dummies, Teil 2)
Beziehungen fangen so an. Blut und Versprechen, die sich als Lügen herausstellen.
Es war ein kleines Päckchen. Ich riss es auf wie einen Brief von jemandem, der mir Geld schuldet. Fora 6 Duo. Das Monitoring-System für Glukose und Ketone. Das Versprechen stand direkt auf der Packung: Es tut gar nicht weh.
Viel Zeug drin. Unklar, was wohin gehört. Also: Quickstart-Anleitung.
Neben der Hardware sieben Zettel, einer selbstbewusster als der andere:
Stechhilfe und sterile Lanzette
Keton-Teststreifen
Dasselbe in Sprachen, die ich nicht spreche
Blutzucker-Teststreifen
Bedienungsanleitung, genug Seiten, um ein kleines Tier zu erschlagen
Bilderguide, fünfzehn Bilder
Ein Starter-Guide mit Bildern, Texten und einer eindrucksvollen Grafik einer Fingerspitze mit drei falschen Arten, Blut zu entnehmen. Plus eine richtige, vermutlich für Optimisten.
Ich probierte alle drei falschen Arten aus.
Versuch eins: Zu flacher Stich, zu wenig Blut. Tat kaum weh. Immerhin. Stichtiefe angepasst. Maximalstellung.
Versuch zwei: Nach dem Stich reichlich Blut – wunderschön, wirklich – aber ich verschmierte es. Solches Talent kann man nicht lernen. Zweiter Stich war unangenehm. Die Art von unangenehm, bei der man seine Lebensentscheidungen hinterfragt.
Versuch drei: Bluttropfen auf Teststreifen. Gerät liefert nichts. Kein Ergebnis. Keine Erklärung. Keine Entschuldigung. Ich war fertig mit Höflichkeit.
Versuch vier: Der angeblich richtige. Volle Tiefe stechen, erstes Blut wegwischen, zweiten Blutfluss an den Teststreifen im Gerät halten, bis man sieht, dass das Blut ankommt, wo es hin soll. Finger wegnehmen. Das Gerät piept. Es klingt verzweifelt. Kein Ergebnis.
Das war’s dann wohl.
Nur dass Aufgeben nicht zählt. Der Tag hatte noch ein paar Stunden. Und ich noch ein wenig Blut.
Fünf Videos angeschaut. Alles sah so einfach aus. Ich begann zu vermuten, dass ich das Problem war. Nach dem fünften Video verstand ich endlich die korrekte Prozedur:
Volle Tiefe stechen, wischen, Teststreifen ins Gerät, Finger an den Streifen halten für den zweiten Blutfluss – und nicht wegziehen, auch wenn man sieht, dass das Blut bereits am Gerät angekommen ist. Nicht wegziehen. Warten. Warten, bis das Gerät einen zufriedenen kleinen Piepser von sich gibt und eine Zahl anzeigt. Ketose: 2,6.
Das ist gut. Stand so in einem Buch, das ich genau dafür bestellt hatte.
Mein zerstochener Finger hatte eine Meinung zu der Behauptung, dass es nicht wehtut. Die Behauptung war gelogen, aber einmal ist keinmal. Fünfmal allerdings, jedes Mal tiefer als zuvor – das wird langsam unfreundlich. Das Schlimmste war der psychologische Trick, das Warten auf den Schmerz. Wie Folter, entworfen von jemandem, der darüber in einer Anleitung gelesen hatte.
Und dann wurde mir klar: Fünfmal hatte nicht gereicht.
Ketone waren erledigt. Das Gerät wollte noch Glukose.


